Samstag, 20. Mai 2017

[Rezension] Im Regen erwartet niemand, dass dir die Sonne aus dem Hintern scheint - Bernhard Blöchl

Titel: Im Regen erwartet niemand, dass dir die Sonne aus dem Hintern scheint (Was für ein Titel :´D)
Autor: Bernhard Blöchl
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Kurzbeschreibung:
Er will nichts mehr vom Leben – sie will alles. Knoppke sucht Ruhe – Sam sucht Gesellschaft. Gemeinsam verschlägt es das ungleiche Duo in Knoppkes Transit nach Schottland, sein Motto: Im Regen erwartet niemand, dass dir die Sonne aus dem Hintern scheint. Was aber, wenn dich gerade dort das Glück verfolgt, das sonst nur die anderen haben? Das Glück der anderen ist ein Arschloch, so dachte Knoppke früher, nachdem er um seine große Liebe nicht gekämpft hatte. Zu seinen vergrabenen Gefühlen findet er ausgerechnet in den stürmischen Highlands zurück: Er traut sich Extremes und will wieder was. Und dann ist da noch Sams Geheimnis, das anscheinend auch ihn betrifft, oder vielleicht doch nicht?



Meinung:
Das Buch „Im Regen erwartet niemand dass dir die Sonnen aus dem Hintern scheint“ war für  mich im ersten Anschein nach ein amüsante Geschichte über einen alten Griesgram und seiner Reise in die Highlands von Schottland. Aber musste meine Meinung ändern, dass Buch ist noch so viel mehr:

Die Charaktere:
Knoppke ist ein wortkarger, mürrischer, sich bis auf sein Fußball für nichts interessierender und im großen und ganzen langweilig anmutender Mann, der sich nach einem unvorhergesehenen Vorfall Hals über Kopf nach Schottland aufmacht um Ruhe zu finden. Er ist kein typischer symphytischer Hauptcharakter, mit dem man sofort eine Verbindung hat. Selbst in den Momenten, in denen man Mitgefühl mit ihm hat, kann man seine Taten nicht sofort nachvollziehen. Jeder Mensch reagiert anders und nach und nach wächst einem der ältere Herr ans Herz, was natürlich an seinem quirligen Gegenpart liegt:

Sam. Sam begleitet Knoppke zunächst als unerwünschter Passagier auf seiner Reise. Ihre Art ist etwas Besonderes und praktisch das Gegenteil von Knoppke selbst. Sie ist offen, kontaktfreudig, in ihrem Redefluss kaum zu bremsen und sieht die Welt als ihr Zuhause an. Ich mochte sie augenblicklich.

Während der langen Fahrt machen beide eine beeindruckende Entwicklung durch. Neben dem herrlich unterschwelligen Humor bekommt man auch tiefgründige Eindrücke, vor allem von Knoppke.
Was wohl auch an dem Schreibstil des Autors lag. An diesen musste ich mich erst einmal gewöhnen. Lange und mehrfach verschachtelte Sätze sind dabei keine Seltenheit gewesen, aber nach den ersten Kapiteln.

Fazit:
Das Buch ist mehr als es im ersten Anschein nach preisgibt, humorvoll, tiefgründig und es wärmt einen auch das Herz. Hierfür eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen.

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