Mittwoch, 12. Juli 2017

[Rezension] Mörderhotel von Wolfgang Hohlbein

Titel: Mörderhotel
Autor: Wolfgang Hohlbein
Verlag: Bastei Lübbe
Hier kaufen: Mörderhotel

Kurzbeschreibung:
Chicago, 1893. Die neunzehnte Weltausstellung öffnet ihre Tore. Millionen Besucher strömen in die Stadt und suchen ein Hotel. Herman Webster Mudgett besitzt ein solches. Es ist eines der erstaunlichsten Häuser am Platz: Es hat Falltüren, verborgene Räume, Geheimgänge, einen Foltertisch, ein Säurebad und eine Gaskammer. Viele Menschen gingen in dieses Hotel. Nur wenige verließen es wieder. Zumindest lebend -
 
Meinung:
Vielschreiber Wolfgang Hohlbein hat es mal wieder bewiesen: Er macht einfach in jedem Genre eine gute Figur!In „Mörderhotel“ wird die Geschichte des wohl grausamsten und erfolgreichsten Serienmörders des 19. Jahrhunderts nacherzählt. Nun ja, besser gesagt wie es passiert sein könnte.
Herman Webster Mudgett, geboren am 24.11.1860, hat mit großer Wahrscheinlichkeit über 230 Menschenleben auf dem Gewissen. Viele davon starben ein seinem eigens umgebauten Hotel, in dessen Keller die Schreie seiner Opfer nicht nach draußen drangen. Aber wie kam es soweit?
Hohlbeins Erzählungen sind detailliert, grausig und ungeschönt, ohne dabei geschmacklos zu wirken. Er hat es geschafft, Mudgetts kranke sowie auf eine faszinierende Art und Weise geniale Psyche einzufangen und auf Papier zu bringen.
Das über 800 Seiten lange Buch ist in zwei Erzählrängen aufgebaut. Der erste beginnt in Hermans Kindesalter, denn dort kam er das erste Mal mit dem „Dunklen“ in sich in Kontakt. Vor allem diese Passagen haben mir eine Gänsehaut beschert. Man begleitet ihn weiter durch sein Studium der Medizin, eine Reise nach Übersee und wieder zurück zum Anfang.
Der zweite Zeitstrahl verläuft 20 Jahre später und stellt uns die Junge Arlis vor, eine Frau die nach Chicago kommt um ihre Schwester zu finden. Diese ist nach der Hochzeit mit Herman, zusammen mit ihm, spurlos verschwunden. Sie bringt den Versicherungsdetektiven Geyer mit und quartieren sich in genau dem Hotel ein, das von Mudgetts bestem Freund und Studienkollegen geführt wird. Dieser behauptet weder von Herman, noch von Hermans Frau seither etwas gehört oder gesehen zu haben. Doch spricht er wirklich die Wahrheit? Geyer kommt der Lösung des Falls immer Näher, ohne zu ahnen, dass das Grauen nur wenige Holztäfelungen von ihm entfernt ist.
Ein Buch mit Süchtigkeitsfaktor, vor allem wenn man noch nie etwas von Herman Webster Mudgett gehört hat. Ich würde jedem empfehlen, auf das googlen seines Namens zu verzichten, um die Spannung aufrecht zu erhalten.
Fazit:
Unbedingt lesen! 

Kommentare:

  1. Liebe Susi!

    Schon auf Instagram hast du mich auf dieses Buch neugierig gemacht und nun muss es wohl endlich auf meine Wunschliste wanden *lach*

    Liebe Grüße!
    Tharah

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    Antworten
    1. Hallo Tharah.
      Yay! Freut mich!
      Du wirst es nicht bereuen. (Hoffe ich zumindest ;))

      Liebe Grüße zurück,
      Susi

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